Frank Hadel            

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67. Internationale Automobilausstellung 2017

Veröffentlicht am 15.09.2017

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Die IAA 2017 bildet vermutlich den Tiefpunkt der Fahrzeugnachbildungen im sogenannten Sammlermaßstab H0.

Krisenzeiten gehen immer zu Lasten der Kleinsten - in diesem Fall den H0-Modellen. In 1:18 gibt es eine Menge Neuheiten, in 1:43 wird quasi alles aufgelegt, was irgendwie mit Rädern den Boden berührt.

Auf Nachfrage erfuhr ich, dass Audi und Mercedes Benz gar keine 1:87er Modelle mitgebracht haben! Volkswagen hielt immerhin noch drei neuere T6 Bulli und ein ambitioniert ausgepreistes Passat-Doppelset der IAA 2015 bereit. Somit bestätigt sich meine damalige Vermutung, dass der Ausbau des 1:43-Sektors ein geschickter Schachzug von Herpa ist. Zwar bleibt der H0-Sammler auf der Strecke, der Hersteller jedoch nicht.

Erwähnenswert ist die bekannte Möglichkeit, bei Mann & Hummel durch Abgabe einer Visitenkarte ein Wiking-Modell zu bekommen. Heuer ein Porsche 356.

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Kaufwillige Messebesucher wurden dagegen schwer enttäuscht.

Herpa hielt - als gefühlter Einzelkämpfer - die allerletzte Flagge in Form eines Messemodells hoch! Damit war das Modellangebot auch schon ausgeschöpft.

Die Aussichten sind beängstigend! Industrieaufträge? Fehlanzeige! Ob die sich je wieder einstellen werden, halte ich für sehr fraglich... Wer erteilt wieder solche Order, wenn der Wegfall "niemandem" (nur uns Sammlern) auffällt?

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